OK-Präsident Peter Küchler stand die Freude ins Gesicht geschrieben. «Ich bin überwältigt. Ob nun acht-, zehn- oder gar zwölftausend Umzugsbesucher die Route säumten, sei fürs Erste dahingestellt», meinte er am Ende des eineinhalbstündigen Umzugs. Zum Erfolg beigetragen habe zweifelsohne das prächtige Herbstwetter und wahrscheinlich auch Bättruäfer Wisi Kiser, der im Vorfeld von allen Plakatwänden Werbung für das Jubiläum Werbung gemacht habe. «Das Zurück zu den Wurzeln ist im Trend und wenn es so gediegen, so traditionell aber auch modern daherkommt, spricht es breite Bevölkerungskreise an», sinnierte Küchler, der in allen Ansprachen den grossartigen Einsatz der vielen Helfer lobte. Besinnliche und aufrüttelnde Worte bekamen die Älpler von Ehrenprediger Pfarrer Bernhard Willi und Landstatthalter Niklaus Bleiker zu hören.
Attraktiver
Festumzug
Der Jubiläumsumzug entsprach gemessen an der aufgeräumten
Stimmung voll und ganz den Zuschauern. Es war einerseits ein gut
präsentierter Querschnitt durch die heutige Land-, Alp- und
Forstwirtschaft, auf der anderen Seite sind mit alten Sujets
Erinnerungen an vergangene Zeiten wach geworden. Eine Augenweide
waren die herausgeputzten Viehsenten, Ziegen und Schafe, die als
Erste vorbeizogen.
Bewundernde Zurufe bekamen der 407 Kilo schwere Eber Helmut, seine Angetraute Fäärlisui Sina und die 11 Winzlinge. Wo nur kommen die vielen Bernhardiner und die noch mehr Lamas her, fragten sich viele Zuschauer. Je mehr mit Blumen und Obst bestückt oder mit hoher Handwerkskunst angefertigt, je mehr Beifall spendete man.
Wenn der
Jubiläumsumzug die Erwartungen der Organisatoren übertraf, so
waren es beim Buirämärt die Anbieter, welche am Samstagmorgen
überrumpelt wurden. Von der ersten Minute an herrschte Hochbetrieb
und gegen Mittag standen die Besucher Schlange für ein
obwaldnerisches Versuchshäppchen in Form von Geräuchertem, Käse,
Obst oder Wein.
Am Unterhaltungsabend unter dem Motto «vo Älplerläbä und
Kilbiziit» lösten sich auf der urchig dekorierten Bühne in der
Aula Cher Jodelgesang, Kindergedichte, Alphorn- und
Fanhenschwingereinlagen sowie fetzige Tanzmusik ab. Ob auf der Alp
oder an der Älplerkilbi, die Mitmachenden verstanden es, das
Publikum zu begeistern
Bea Zai




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