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Einige berühmte Hunde  

Auszug...

Barry I

Der berühmte Barry lebte zu der Zeit, in der besonders viele Reisende den Pass überquerten. Seine Geburt fiel fast mit dem Passübergang von Napoleons Armee zusammen.
In einem in dem Buch "Alpenrosen" erschienenen Artikel schreibt Meissner 1816 folgenden Bericht: "Barry war während 12 Jahren seinem Dienst gegenüber den Verunglückten treu.  Er allein hat mehr als 40 Personen das Leben gerettet. Der Eifer, den er entwickelte, war aussergewöhnlich.
Nie musste man ihn zur Arbeit ermahnen. Sobald er einen Menschen in Gefahr spürte, lief er ihm zu Hilfe. Wenn er nichts ausrichten konnte, kehrte er ins Kloster zurück und verlangte durch sein Bellen und sein ganzes Benehmen Hilfe". Barry genoss ein sehr grosses Ansehen. Seine Geschichte war weltweit bekannt und von Legenden umgeben. Man erzählt, dass er bei seinen Gängen einmal einen kleinen Knaben getroffen und ihn abgeleckt habe, um ihn wieder zum Bewusstsein zu bringen; er hätte ihn sogar irgendwie dazu gebracht, auf seinen Rücken zu klettern, oder das Kind hätte sich an ihm festgeklammert, so dass Barry es zum Hospiz tragen konnte. Dies ist zwar nicht bewiesen, aber unmöglich ist es nicht. Es gibt übrigens ein aus dem Jahre 1822 stammendes Gemälde, das diese Begebenheit festhält. Meissner erzählt schliesslich: "Als Barry alt wurde und am Ende seiner Kräfte war, schickte ihn 1812 der Prior des Hospizes in Begleitung eines Paters nach Bern, wo er in guter Pflege im Jahre 1814 starb. im folgenden Jahr wurde Barry im Naturhistorischen Museum in Bern ausgestellt". Um sein Andenken zu ehren, trägt der schönste Rüde des Hundezwingers vom Hospiz immer den Namen Barry.

Barry Il  

Ein Jahrhundert nach der Geburt des berühmten Barry machte ein ebenso bemerkenswerter Hund von sich reden. Man nannte ihn Barry 11. Seine Kraft und sein Mut waren aussergewöhnlich, er war sehr gross gewachsen, und er verliess nie die Spitze der Kolonne, mochte der Schnee noch so hoch liegen. Für den Dienst im Gebirge, während des Winters, war der Hund ausserordentlich wertvoll. Mit seiner Kette am Halsband half er vielen Reisenden, das Hospiz zu erreichen, einmal sogar, als sein eigener Marronnier erschöpft war. Barrys Ende war leider tragisch: Am 20. Mai 1905 lief er in Richtung des Sees, der noch gefroren und mit einer leichten Schneeschicht bedeckt war. Das Eis brach, und der Hund verschwand in der Eisspalte. Man fand ihn erst zwei Tage später. Die Zeitungen berichteten, Barry sei als Held gestorben. Mehrere Museen baten um seinen Körper, aber es war nicht mehr möglich, den Hund auszustopfen, da er zu lange im Wasser gelegen hatte.

 Barry III

Ein anderer Hund verdient, besonders erwähnt zu werden: Barry 111. Er war ein gutes Tier, sehr intelligent, sanftmütig, vertraulich und liebenswert. Er besass im höchsten Grad alle charakteristischen Merkmale seiner Rasse. Er war ausserdem ein wertvolles Zuchttier, das eine ganze Menge wundervoller Abkömmlinge hinterliess. Auch ihn hatte man dressiert, um im Gebirge den Wanderern entgegenzugehen. Er war ein sicherer Führer und, dank seines Spürsinns, entdeckte und rettete er mehrere Personen. Er starb im September 1910 als Opfer seiner Arbeit: er begleitete einen Geistlichen, der einem Reisenden entgegenging. Auf einem steilen, vereisten Pfad glitt der Hund aus und stürzte in einen Abgrund. Sein Sturz erfolgte so unvermittelt, dass der Geistliche ihn gar nicht bemerkte. Barry wurde am folgenden Tag leblos geborgen, und sein ausgestopfter Körper ist heute im Hospiz zu sehen. Um der Einsatzbereitschaft der Bernhardiner zu gedenken, ist im Hundefriedhof von Asnières ein Denkmal zu ihren Ehren errichtet worden.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 03-01-2012