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| Für die Besitzer eines Bernhardiner-Welpen Sie
haben sich diesen Bernhardiner-Welpen durch einen unserer Züchter verschafft.
Sie haben den Stammbaum und den Impfausweis erhalten. Zudem hat Ihnen der Züchter
gute Ratschläge für die Ernährung während der ersten Tage mitgegeben. Wir möchten
Ihnen die wichtigsten Punkte für das Wachstum Ihres Bernhardiners mit auf den
Weg geben und Ihnen zudem helfen, gewisse Probleme zu lösen. Studieren Sie die
Adress- und Telefon-Liste der Verantwortlichen des Schweizerischen St.
Bernhards-Clubs. Bitten Sie diejenigen um Rat, die in Ihrer Nähe wohnen und
wenn Sie Hilfe brauchen, telefonieren Sie ohne Hemmungen! Der Züchter
hat sich bemüht, reinrassige Bernhardiner-Welpen zu züchten und sie nach
seinem besten Wissen aufzuziehen. Er hat sie gepflegt, ohne daran zu denken, wie
viel Zeit es ihn kostete. Die Hündin hat ihm dabei natürlich sehr geholfen. Er
übergibt Ihnen jetzt dieses Haarbündel und es ist nun an ihnen,
weiterzufahren. Vergessen Sie nie, dass die Zukunft des Hundes in Ihren Händen
liegt. Der Züchter kann sie nicht voraussehen. Auch wenn seine Eltern
„Champions“ sind, der männliche oder weibliche Nachkomme bleibt ein ganz
normaler Bernhardiner mit all seinen Fehlern und Qualitäten. Nach dem zweiten
Jahr können Sie im „Standard“ der Rasse nachlesen und versuchen
herauszubekommen, wem er gleichen wird. Ihr
neuer Begleiter ist schon stark und verspielt, aber er ist sehr sensibel und
braucht Liebe, viel Liebe. Vergessen Sie nicht: wenn er Ihnen zufällig Ihren
schönsten Teppich zerrissen hat, schlagen sie ihn nicht. Ihr Bernhardiner muss
verstehen lernen, was Sie von ihm erwarten. Wenn er etwas Unerwünschtes getan
hat, müssen sie ihn auf frischer Tat ertappen, dann können Sie ihn tadeln. Er
wird sich danach immer besser benehmen. Der Bernhardiner wird ein grosser Hund
werden, das wissen Sie sicher. Aber heute ist er noch klein; mit der Erziehung
muss jedoch sofort begonnen werden. In den ersten sechs Monaten muss er lernen,
zu gehorchen, sonst werden Sie später Schwierigkeiten haben, ihn aus eigener
Kraft in den Griff zu bekommen. Ihr
neuer Begleiter muss ein Hundelager oder eine Hütte haben. Dieser Ort sollte
Platz für einen ausgewachsenen Hund bieten und geräumig sein, mit Vorteil in
einem eingezäunten und windgeschützten Garten. In diesem Garten sollte ein
Wasserbehälter vorhanden sein mit Wasser, das täglich mehrmals gewechselt
werden muss. Verschaffen Sie sich sofort eine starke Leine aus Leder mit zwei
Karabinerhaken. Sie vermeiden auf diese Weise Überraschungen und ein Reissen
der Leine in unerwarteten Momenten. Ihr Hund wird das Halsband nicht sofort mögen.
Die Würgehalsbänder sind nicht zu empfehlen. Sie tun weh und sind bei
Ausstellungen nicht erlaubt. Wenn Sie schon eines besitzen, dann werfen Sie es
weg. Der
Welpe ist selbstverständlich nicht von Anfang an stubenrein. Dies wird einige
Unannehmlichkeiten verursachen, die aber schnell bereinigt werden können.
Normalerweise erledigt der Welpe seine Bedürfnisse immer nach dem Schlafen oder
nach dem Essen. Man kann ihm dafür einen Platz zur Verfügung stellen oder ihn
nach dem Essen dahin führen, so dass er sich daran gewöhnt, dort sein Geschäft
zu machen. Er wird darauf schnell begreifen, wo seine Ecke ist und am Ende ganz
alleine dorthin gehen. Wenn Sie ihn anderswo überraschen, tadeln sie ihn auf
der Stelle. Ihr neuer Freund sollte von Anfang an an seine Schlafstätte gewöhnt
werden. Rüsten Sie sein Lager zum Beispiel mit der Decke aus, mit welcher er zu
ihnen reiste, so dass er seinen eigenen Geschmack wiederfinden und sich dort zu
Hause fühlen kann. Wenn der Welpe während der ersten Nacht weint, beruhigen
und erfrischen Sie ihn auf zärtliche Weise. Dies sollte kaum mehr als ein bis
zwei Nächte dauern. Er wird sich schnell an sein neues Zuhause gewöhnen. Während
des Tages lassen Sie ihn ruhig im Garten herumrennen, damit er seine neue
Umgebung kennen lernen kann. Wenn Sie
eine Familie haben, wird der kleine Bernhardiner sicher mit den Kindern und die
Kinder mit ihm spielen. Hier drängt sich aber ein Wort der Vorsicht auf. Lassen
Sie die Kinder nie den Welpen tragen, denn sie könnten ihn verletzen. Dies gilt
auch für die Besucher. Ziehen Sie ihn nicht an den Pfoten. Die Spielstunde mit
den Kindern muss überwacht werden. Der Welpe benötigt Ruhe und viel Schlaf.
Die Familie muss verstehen lernen, dass der neue Gast kein Spielzeug ist. Der
Kiefer des Welpen wird schnell grösser werden. Die wachsenden Milchzähne regen
zum Knabbern an. Später werden sie dem endgültigen Gebiss Platz machen. Während
dieser Zeit wird Ihr kleiner Freund seine Zähne überall versuchen. Wenn er
einen Angriff auf Ihre schönsten Möbeln vornimmt, sind Sie ganz alleine dafür
verantwortlich. In diesem Alter sollte der Hund nie alleine zuhause gelassen
werden. Die hauptsächlichen Gefahren finden sich in herumhängenden
elektrischen Kabeln - die tödlich sein können - und zerschlagenem Glas. Sie können
diesem Drang zum Nagen abhelfen, indem Sie ihm einen Büffelhautknochen, einen
grossen Kalbsknochen oder trockenes Brot geben. Die
Nahrung ist wichtig. Sie haben vom Züchter eine vollständige Anfangsnahrung
erhalten. Sie können damit weiterfahren oder die Marke wechseln. Es gibt
spezielles Hundefutter für Welpen, das man in der Folge mit normalem Futter
mischen kann. Ganz jung sollte der Welpe dreimal täglich gefüttert werden; später
nur noch zweimal. Wenn Ihr Bernhardiner sein Futter nicht auffrisst, nehmen Sie
es ihm nach fünfzehn Minuten weg. Die modernen Ernährungsmittel enthalten
Mineralsalze, Vitamine, Spurenelemente, Phosphor und Kalzium in angemessener
Menge. Aber der Bernhardiner wird - wie kaum ein anderer Hund – an Grösse
zulegen und sehr schnell wachsen. Bei gewissen Nahrungsmitteln ist es ratsam,
Kalzium und Phosphor beizufügen, welche oft nicht sehr einfach zu dosieren
sind. Dies ist Sache des Spezialisten: Ihr Tierarzt. Ihr Züchter muss sich um
die erste kombinierte Impfung kümmern. Damit hat Ihr Welpe auch sein
Impfzeugnis erhalten, ein sehr wichtiges Dokument. Anhand dessen wird Ihr
Tierarzt die Impfungen prüfen und entscheiden, welche noch vorzunehmen sind.
Dieses Zeugnis wird Ihren Hund auch auf jeder Auslandreise begleiten. Die
Impfung muss einmal im Jahr wiederholt werden. Ihr Züchter
hat Ihnen in gutem Glauben einen gesunden Hund verkauft. Es kann jedoch trotzdem
möglich sein, dass Symptome auftreten. Sobald sie sich dessen bewusst werden,
gehen Sie unverzüglich zum Tierarzt. Er wird Sie beraten, ob der Welpe erneut
entwurmt werden muss (er wurde schon verschiedentlich durch Ihren Züchter
entwurmt, aber diese Behandlung muss wiederholt werden). Gehorsam
und Disziplin sind sehr wichtig für Ihren neuen Gefährten. Fangen Sie mit der
Erziehung sehr früh an, denn dies wird Ihnen Spass machen und Sie Ihrem Tier näher
bringen. An der Leine gehen verlangt ein bisschen Fleiss. „Sitz“ wird durch
einen kurzen Befehl und dem Hinunterdrücken des Hinterteils erreicht.
„Fuss“ und er wird auf Ihrer linken Seite an der Leine gehen. Achten Sie
darauf, dass Sie die Befehle kurz und mit angenehmer Stimme erteilen, gefolgt
von einer Liebkosung. Eine kleine Belohnung erleichtert das Lernen. Der Rückruf
wird schwieriger werden, wenn sich Ihr Hund in der Freiheit aufhält. Er sollte
auf den Befehl „Fuss“ oder „Platz“ reagieren und sofort zu seinem
Meister zurückkehren. All diese Übungen dauern nur kurze Zeit, sollten aber öfters
wiederholt werden, bis sich der Erfolg einstellt. Im Handel finden Sie eine
grosse Auswahl an Handbüchern, die sich mit der Hundeerziehung befassen. Sie können
sich ebenfalls in einem kynologischen Verein einschreiben, wo Sie den besten Weg
für die Erziehung Ihres Hundes erlernen. Es bestehen auch Arbeitsgruppen, die
dem Schweizerischen St. Bernhards-Club angehören, welche Sie gerne aufnehmen,
wovon eine davon sich in der französischen Schweiz befindet. Zum
Schluss noch drei wichtige Punkte:
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senden Sie ein e-Mail an
Barrylouise@net2000.ch .
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